Tag 53 (Mo., 21.02.2012): Zerstört

Was nach dem Zyklon übrig blieb.
Was nach dem Zyklon übrig blieb.

Nach ein paar Tagen in Tana mit ein paar Interviews und Waschmaschine, geht es noch mal in den Osten: nach Tamatave, wo ich mit einem deutschen Umwelttoxikologen und 16 seiner Studierenden die neue Nickel-Cobalt-Fabrik besuche. Auf dem Weg, der Route Nationale 2, zeigt sich, wie schlimm Giovanna übers Festland gefegt ist, während ich auf Sainte Marie ja verschont wurde: Einige der madagassischen Hütten sind schief, weitere umgekippt wie Dominosteine. Mal fehlt ein Dach, mal die Wandkonstruktion. Immer wieder abgeknickte Bäume an verwüsteten Hängen und Einheimische, die aufräumen. In Andasibe, kurz hinter Moramanga, stand das Wasser hüfthoch im Wald, noch immer sind die Blätter schlammbedeckt. Fast 200.000 Madagassen sollen laut verschiedenen Zeitungen obdachlos geworden sein, rund zwei Dutzend Menschen sind sogar gestorben.