Tag 30 (Sa., 28.01.2012): Fliegen

Wer innerhalb Madagaskars von A nach B fliegen möchte, hat keine Wahl: Es gibt nur eine Fluggesellschaft, nämlich Air Madagascar. Der vorauseilende Ruf: Die Flüge sind gerne zu spät oder fallen ganz aus. Trotzdem bin ich heute Morgen überpünktlich zum Flughafen von Tana gefahren: 9h35 sollte das Flugzeug nach Antalaha im Nordosten Madagaskars starten.

 

Tatsächlich ist am Check-In erst mal mora-mora angesagt: Eine Frau im afrikanisch-grün-gemusterten Kleid möchte einen riesengroßen Spiegel und einen Stoffbeutel mit diversen Wasserflaschen aufgeben, aber irgendwie geht das nicht. Ein Mitarbeiter nach dem anderen wird kontaktiert. Irgendwann geht es dann doch, und nun kann auch ich einchecken. "Sie haben zweieinhalb Kilo Übergepäck, das müssen Sie erst bezahlen", sagte die Dame. "Okay, was kostet das?" – "Ein Euro pro Kilo." – "Ich habe keine Euro hier, aber ich kann Ihnen 6000 Ariary geben." – "Nein, nicht mir. Da drüben an der Kasse." Ich bekomme einen Aufkleber auf mein Flugticket, mit dem Hinweis "+2K". An der Kasse zückt eine Mitarbeiterin einen Taschenrechner und tippt ein: 2 x 3000 Ariary = …

 

Mit der Quittung (einem von vier Durchschlägen) gehe ich zum Check-In zurück und bekomme nun den Bordingpass. Der Sicherheitscheck ist ein Klacks: Meine halbvolle Wasserflasche wird ignoriert, während der Reisenden nach mir eine Nagelschere aus dem Handgepäck gezogen wird.

 

Schließlich geht es los: Um 9h33 heben wir ab.