Tag 7: zavakanto – Kunst

Loïc Damade vor seinem Bild "Taxi Brousse" bei der Vernissage in Tana.
Loïc Damade vor seinem Bild "Taxi Brousse" bei der Vernissage in Tana.

Nach zwei Tagen mit lukullischen Blog-Einträgen, gibt es heute Kunst: Ich war auf der Vernissage für die Ausstellung "Prière de ne pas crier" (auf Deutsch in etwa "Gebet, nicht zu weinen". Der Künstler hinter dieser Ausstellung ist Loïc Damade, ein 25-jähriger Franzose. Seit einigen Jahren malt er vermeintliche Doktoren, deren Gesichter Fratzen oder Masken sind und auf dessen Arztkitteln das Rote Kreuz auch schon mal die Form eines christlichen Kreuzes oder eines Hundekopfes annimmt. Der Ausgangspunkt seiner Bilder seien Beobachtungen der Welt und ihrer gesellschaftlichen Unterschiede, sagt er. "Ich denke, man bezeichnet etwas als normal, wenn die Mehrheit der Menschen so ist. Aber was ist, wenn diese Mehrheit verrückt ist?" Loïc ist im Juni 2011 nach Madagaskar gekommen und dann ein paar Monate herumgereist. Unterwegs hat er viele Skizzen in ein kleines Buch mit Ledereinband gemalt und sich dann im November 2011 ein Atelier in Tana eingerichtet. Heute hingen gut zwei Dutzend Bilder an den Wänden der Gallery "Is'Art", davon gut die Hälfte mit Madagaskar-Motiven, zum Beispiel ein Fisch-Verkaufsstand oder die Frontalansicht eines Buschtaxis gen Antsirarana mit gut 20 Köpfen darin.